Ostküste. Thumbnail

+++ STAND +++ 08/2019 +++

Die ersten Sonnenstrahlen am Morgen treffen in dein Gesicht, Sand unter deinen Füßen u. das Rauschen des Meeres im Hintergrund. Mit dem Surfbrett in der Hand schwingst du dich in die nächste Welle – es ist Zeit für ein neues Abenteuer. Wie wäre es z.B. mit einem kleinen Roadtrip an Australiens Ostküste?

Innerhalb von 3 Wochen geht es von Cairns nach Sydney. Also besorg dir dein Visum, setzt dich in den nächsten Flieger und erkunde die Ostküste Australiens in deinem Hotel auf Rädern. Alle nötigen Highlights zur Route findest Du in diesem Beitrag.

Because the greatest part of a road trip isn’t arriving at your destination. It’s all the wild stuff that happens along the way.

Emma Chase

Die Abenteuer Route!

Die besten Abenteuer für deinen nächsten Roadtrip an der Ostküste?


Follow me on Instagram

Australien. Mittlerweile ist es nun schon über ein Jahr her, dass ich Deutschland verlassen habe u. mich auf dem roten Kontinent befinde. Mein letzter Roadtrip von Darwin nach Brisbane (via Alice Springs / Uluru) liegt schon ein klein wenig zurück, sodass es endlich wieder Zeit für ein Abenteuer wird. Diesmal lasse ich das Outback allerdings links liegen und fahre nach Cairns, wo ich einen Freund vom Flughafen abhole.

Hier startet mein Roadtrip entlang der australischen Ostküste bis ganz runter in den Süden nach Sydney. Ganze 5.289 Kilometer werden wir am Ende an eine der beliebtesten Strecke in Australien zurücklegen. Im Gegensatz zum Outback u. deren riesige Distanzen gehört die Ostküste zu den am dichtesten besiedelten Teil in Down Under, denn hier liegen Sandstrände, subtropische Regenwald wundervolle Natur relativ dicht beinander. Aus diesem Grund ist diese Strecke vor allem für „kürzere“ Reisen super geeignet ist.

Die Route führt teils am direkt am Meer entlang, teils über Hügel im Regenwald mit der Möglichkeit eig. überall anzuhalten und den Ausblick zu genießen.

Bild: Route (Karte) / Graphic by Josh Veh

Start in Cairns, dem tropischen Norden Australiens

Meine erste Station dieses Roadtrip ist die kleine Stadt Cairns (ca. 130.000 Einwohner), welche sich im tropischen Norden des australischen Bundesstaats Queensland befindet. Cairns gilt als Tor zum Great Barrier Reef. Von hier aus gehen täglich Boote zum Schnorcheln & Tauchen auf offene Meer ins größte Korallenriff dieser Erde.

Dank seinem Flughafen in relativer Stadtnähe (≈ 7km) ist Cairns sowohl von überall aus Australien als auch international mit dem Flugzeug zu erreichen. Ich mache mich mit meinem Auto auf den Weg zum Flughafen und hole einen Freund ab.

Bounce Cairns – Hostel

Das mit Abstand beste Hostel auf meiner ganzen Reise in Australien (Stand: 08/2019) fand ich in Cairns. Das Bounce Cairns (Hostel) liegt zentral in der Mitte von Cairns, ist wenige Meter zu allen nötigen Sehenswürdigkeiten der Stadt entfernt.

Warum ich es super finde? Weil es in vielen Punkten genau das macht was es eben soll. Der Stil ist relativ modern und ähnelt in gewisser Weise einem kleinen Resort. In der Mitte des Hostel lässt sich das warme Wetter im Pool aushalten oder eben an der Bar auf der 1. Etage. Kleiner Überblick über die wichtigsten Kriterien meinerseits:

  • Saubere, großräumige & moderne Zimmer: Check
  • Smart / Steckdose & Lampe am Bett / super WLAN: Check
  • Eigenes Badezimmer je Mehrbettzimmer: Check
  • Übersichtlich & nicht so riesig: Check
  • Pancakes zum Frühstück: Check

Übernachten im Bounce Hostel in Cairns

Negatives: Wie in den meisten Hostel kommt die Küche in ihrer Größe meist zu kurz. Zur Hauptzeit ist es hier einfach unmöglich zu kochen. Zum anderen werden die Türen der Zimmer immer noch per Schlüssel geöffnet, was zwar okay ist – eine smartere Lösung wäre mir lieber.

Kleine Abkühlung in der Lagune

Wir checken ins Hostel ein und machen uns auf den Weg zur Lagune von Cairns. Zumindest einen natürlichen Sandstrand gibt es in der Stadt nicht, dafür bietet einem der künstlich angelegte Pool einen Zugang zu Abkühlung. Umso besser, die Lagune ist direkt am Meer und somit ein Infinity Pool. Ebenfalls lässt sich kleiner Sandstrand finden. Bei warmen Wetter und hoher Luftfeuchtigkeit auf jeden Fall keine schlechte Idee.

Cairns Lagune

Bild: Lagune in Cairns / Shot by Josh Veh

Auf deinem Weg zur Lagune wird dir vermutlich auffallen, dass sich in Cairns ein Menge an Touranbieter angesiedelt haben. Dies kann teilweise etwas nervig sein, da jeder versuchen möchte dir etwas zu verkaufen. Falls du evtl. vor hast ins Great Barrier Reef zu gehen, sei es zum Tauchen o. Schnorcheln dann kann es nicht schaden sich einfach mal beraten zu lassen. Evtl. hat man etwas Glück, erwischt jemanden freundliches und bekommt einen guten Deal.

Notiz: Wir hatten in Cairns direkt unseren Trip ins Great Barrier Reef und eine Segeltour in den Whitsundays gebucht. Ob man wirklich in Cairns zum Great Barrier Reef fahren muss, sei mal dahingestellt. Dies ist zwar ein gute Möglichkeit das erste Mal mit Sauerstoffflasche zu tauchen, dennoch hat mich für meinen Teil das Schnorcheln deutlich mehr überzeugt. Auch sollte man sich über seine evtl. Seekrankheit bewusst sein, anderseits endet ihr wie ich am Ende an der Reling. Kleiner Tipp: Besorge dir im Vorhinein ein paar Tabletten gegen Seekrankheit in der Apotheke.

Cairns Tauchen

Bild: Great Barrier Reef (Cairns) / Shot by Josh Veh

Cape Tribulation, mitten im Regenwald

„The clearest way into the universe is through a forest wilderness.“ (John Muir) –  Bereit für ein Abenteuer mitten im ältesten Regenwald der Welt? Bevor du nun deinen Roadtrip an der Ostküste Australiens startest und direkt von Cairns nach Sydney fährst, so darf ein Abstecher im Daintree Rainforest natürlich nicht fehlen. Von Cairns geht es innerhalb von zwei Tagen nach Cape Tribulation, eine kleine Stadt im Regenwald. Was macht es so besonders? Erstens, dort oben gibt es weder Strom noch ein Telefonnetz. Zweitens, der einzige Weg dorthin führt über einer Fähre. Drittens, es ist einfach ein kleines Abenteuer mitten im Regenwald.

Mit dem Auto geht es nordwestlich von Cairns in der Regenwald, wo du Wasserfälle, Strände & Schluchten sehen wirst. Unterwegs machen wir einen kleinen Abstecher ins kleine Regenwald-Dorf Kuranda (geht auch via Seilbahn / Eisenbahn) und den Barron Falls, kommen am Four Mile Beach in Port Douglas vorbei, dann geht es über den Daintree Nationalpark bis nach Cape Tribulation.

Barron Falls (Kuranda)

Bild: Barron Falls (Kuranda) / Shot by Josh Veh

Hinweis: Unterwegs auf deiner Reise nach Cape Tribulation wirst du immer wieder an wundervollen Stränden vorbei kommen. Bitte beachte, dass du dort aufgrund von Krokodilen am besten nicht ins Wasser gehen solltest! Teilweise gibt es abgesperrte Bereiche.

Worauf wartest du?

Die Strecke lässt sich ungefähr in 2-3 Tagen schaffen, aber auch eine Tagestour ist möglich. Die Straßen sind alle asphaltiert und somit auch mit einem 2-Wheel-Drive passierbar. Die Strecke bis nach Cape Tribulation war auf unserem Roadtrip nach Sydney die einzige Straße die wirklich am Wasser entlang ging. Es ist schon ein beeindruckender Weg mit dem Regenwald auf der einen Seite und dem Meer auf der anderen Seite. Falls du also Zeit für diesen kleinen Abstecher hast, so würde ich dir dieses Highlight auf jeden Fall empfehlen, schon allein wegen des Weges dorthin.

Notiz: Wenn du im Besitz eines 4WD bist, dann kannst du deine Route auch bis nach Cooktown o. sogar bis nach Cape York (nördlichster Punkt Australiens) erweitern. Beachte hierbei, dass die Strecke bis nach Cape York nur in der Dry Season befahrbar ist.

Bitte beachte, dass der Daintree River mit einer Fähre überquert werden muss und diese nur mit Bargeld (A28$ Return – Stand 2019) bezahlt werden kann! Verschaffe dir zudem im Vorhinein einen kleinen Überblick über die Lage der Tankstellen. Es gibt nicht schlimmeres als in Australien wegen Spritmangel stehen zu bleiben!

Airlie Beach, der Start zu den Whitsundays Islands

Der kleine Urlaubsort – Airlie Beach – liegt nur etwa 622 Kilometer unterhalb von Cairns und gehört zu den wichtigsten Ausgangspunkten zu den Whitsundays Islands. Innerhalb weniger Kilometer kommst du so auf unbewohnte Inseln, traumhafte Strände u. eben auch ins Great Barrier Reef.

Aufgrund von Überflutungen Ende Januar 2019 hatten wir arge Probleme nach Airlie Beach zu kommen, da sämtliche Straßen gesperrt waren. Wir hätten gerne von Townsville, QLD einen Ausflug zur Magnetic Island gemacht, hatten im Endeffekt nicht mehr genug Zeit, da wir unsere Segeltour bereits gebucht hatten. Falls du genügend Zeit hast, dann kann dieser kleiner Trip sicherlich nicht schaden.

Von Airlie Beach aus fahren wir in den Hafen, parken unsere Auto und begeben uns auf das Segelboot, die S.V. Whitehaven. Die nächsten zwei Tage verbringen wir auf dem Schiff, durchfahren die Whitsundays, gehen Schnorcheln & vor allem gehen wir auch Kayaken – super Abenteuer!

Die Segeltour war ein echtes Highlight auf unsere Tour und kann ich jedem empfehlen. Der Plan war es eigentlich auch zum Whitehaven Beach zu fahren, welcher als einer der weißesten Strände gilt, was aber aufgrund des Wetter leider ins Wasser fiel. Dennoch war die Tour ein mega tolles Erlebnis, vor allem da es durch die Übernachtung an Board deutlich entspannter war als eine Tagestour.

Segeltour. S.V. Whitehaven

Bild: Segeltour zu den Whitsundays Islands / Shot by Josh Veh

Der Podcast, mit der Episode zu diesem Abschnitt

EP 012 – Die Welt geht unter. Wir sind wieder unterwegs – Roadtrip von Cairns nach Sydney. Von Schnorcheln über Tauchen bis hin zum Kayak fahren. Jeden Tag ein neues Abenteuer erleben!

Fraser Island, das Highlight auf dem Roadtrip

Wir begeben uns weiter in den Süden nach River Heads, von wo wir mit der Kingfisher Ferry in Richtung Fraser Island übersetzten. Im Voraus hatten wir uns bereits für die nächsten Tage mit Proviant eingedeckt und auch den Tank haben wir nochmal aufgefüllt, weil alles vor Ort relativ teuer ist. Mein Auto ist hierbei natürlich stets unserer teurer Begleiter. Wir legen auf Fraser Island am Kingfisher Bay Resort an, verlassen die Fähre, verringern den Reifendruck bevor wir die asphaltierte Straße verlassen und begeben uns ins Abenteuer.

Wenn du wissen möchtest was Freiheit bedeutet, dann nimm dann 4-Wheel-Drive und begib dich nach Fraser Island. Die größte Sandinsel der Welt ist ein wahres Paradis für jeden Abenteurer und mit Abstand das beste Highlight auf unserer Tour. Auf der Insel gibt es keine Straßen, der einzige Weg führt über Sand.

Insgesamt verbringen wir 3 Tage / 2 Nächte auf der wunderschönen Insel u. genießen davon jeden Moment. Insgesamt bleiben wir ganze 3 Mal im Sand stecken. Zwar können wir uns die ersten Male selbst befreien, aber beim letzten Mal muss uns ein zweites Auto aus dem Sand ziehen. Aber genau darin besteht ja das Abenteuer!

Mein ausführlichen Fraser Island Guide wirst du in ein paar Tagen hier finden können, um mit deinem eigenen Auto bestens vorbereitet zu sein.

Fraser Island

Bild: Fraser Island / Shot by Josh Veh

Sunshine Coast, Brisbane & Gold Coast

Etwas weiter südlich von Fraser Island startet die Sunshine Coast. Wir genießen das Wetter, relaxen am Strand und stehen das erste Mal in unserem Leben auf einem Surfbrett. Nach ein paar Versuchen zeigen sich erste Erfolgserlebnisse, sodass wir es den kommenden Tage sicherlich nochmal wiederholen werden.

Wir fahren weiter nach Brisbane, meine absolute Lieblingsstadt in Australien. Die Stadt ist deutlich kleiner als Sydney o. Melbourne und hat ein super Lifestyle. Wie eben auch in Cairns lässt sich in Brisbane ein öffentlicher Pool finden, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Da Brisbane leider nicht direkt am Wasser liegt, sondern etwas weiter landeinwärts, machen wir uns auf den Weg zur Gold Coast. Die Skyline an der Gold Coast ist einfach atemberaubend. Natürlich lassen wir uns hier nicht nehmen, leihen Surfboards aus und stürzen uns in die Wellen. Etwas weiter südlich der Gold Coast probieren wir das erste Mal Kitesurfen aus.

Blue Mountains. Ab in die Berge!

Nicht weit entfernt von Sydney – ca. 100 Kilometer – befinden sich die Blue Mountains, eine Region mit steilen Felsen, Eukalyptuswälder und Wasserfällen. Bevor wir nach Sydney fahren machen wir einen kleinen Abstecher in die Berge, genauer gesagt zum Echo Point, um die Three Sisters zu sehen.

Wenn man genügend Zeit hat, dann kann man hier sicherlich ein paar Tage durch die Blue Mountains wandern und die Natur genießen.

Blue Mountains.

Bild: Three Sisters / Shot by Josh Veh

Sydney, das Ende des Roadtrips

Alles hat ein Ende, nur die… / okay lassen wir das. Aber in Sydney endet unsere Roadtrip nach etwas mehr als 3 Wochen. Wir verbringen 3 Tage hier, schauen uns die beliebten Hotspots wie z.B. die Oper o. die Harbour Bridge an. Zwar nicht am Bondi Beach, aber an einem der anderen Strände schnappen wir natürlich mal wieder unser Surfbrett und schwingen uns in die Wellen. Als Abschluss unseres Roadtrips sicherlich keine schlechte Idee.

Notiz: Für mich ist Sydney kein Highlight auf dieser Tour gewesen. Es ist einfach viel zu groß und teilweise auch ziemlich überlaufen. Wenn ich Sydney das nächste Mal meiden kann, dann werde ich dies auch tun.

Bild: Harbour Bridge / Shot by Josh Veh

Cheers!

Streckendetails zum Roadtrip an der Ostküste Australiens:
  • Start- und Endpunkt: Cairns / Sydney
  • Strecke: Cairns – Cape Tribulation – Townsville – Airlie Beach – Fraser Island – Sunshine Coast – Brisbane – Gold Coast – Coffs Harbour – Newcastle – Blue Mountains – Sydney
  • Kilometer: ca. 5200 Kilometer
  • Dauer: mindestens 3 Wochen, besser wären 4 – 5 Wochen
  • Kosten: Die Kosten belaufen sich auf 4.359,78 AUD (ca. 1.366,53€ pro Person) ohne Hin- und Rückflug von Deutschland aus. Falls natürlich noch ein Mietwagen dazu kommt, dann steigen die Kosten dementsprechend nochmal.
  • Packliste: Hierfür kannst du einfach meine Ultimative Weltreise Packliste nehmen!
  • Beste Jahreszeit: September bis November, generell aber das ganze Jahr. Die regenreichsten Monate (Februar / März) sollten am besten vermieden werden.

Bild: Reisezeit der Ostküste / Graphic by Josh Veh


Dir gefällt meine Arbeit auf Social Media? Dann würde ich mich über eine Unterstützung via Paypal sehr freuen.