Lagerfeuer am Strand

Du sitzt am Strand. Über dem Meer geht die Sonne langsam unter. Keine paar Meter entfernt hängt deine Hängematte bereits zwischen zwei Bäumen, dein Schlafplatz für die Nacht direkt am Meer. Einzig und alleine fehlt noch ein anständiges Feuer. Du begibst dich also auf die Suche nach ein bisschen Feuerholz. Kurze Zeit später sitzt du am Lagerfeuer unterm Sternenhimmel, ein leichter Wind weht und aus deinem Lautsprecher* ertönt gute Musik. Nach paar gemütlichen Stunden schwingst du dich in deine Hängematte und mit dem leichten Rauschen der Wellen schläfst du langsam ein – so geht Schlafen am Strand!

An optimist is a man who plant two acorns and buy a hammock.

Jean de Lattre de Tassigny

Die Komfortzone verlassen?

Einfach mal am Strand in der Hängematte schlafen!


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+++ STAND +++ 10/2019 +++

Darwin, NT (Australien). Es ist mittlerweile schon wieder Mittwoch. Das Wochenende naht. 19 Uhr. Bei angenehmem Temperaturen um die 28 Grad sitzen wir auf dem Balkon. Gemütlich hänge ich in der Hängematte, höre ein Podcast – How I Travel by Josh Veh – und schweife in Gedanken. „Warum schlafen wir nicht mal in den Hängematten?“ fragt mein Mitbewohner. Yeah. Warum denn nicht? Sehr gute Idee! Ich meine, der Strand liegt schließlich nur wenige Meter entfernt von unserer Unterkunft. Und in unseren Hängematten wollten wir auch mal eine Nacht verbringen.

Wie wärs mit einer Nacht am Strand in der Hängematte?

Ob am Strand in der Hängematte, in den Bergen im Zelt oder einfach im Park auf der IsomatteSilvester in Sydney (ohne Unterkunft) – in den letzten Jahren habe ich alles schon einmal gemacht. Denn was ich mit der Zeit gelernt habe ist, dass die besten u. genialsten Abenteuer immer am Ende deiner Komfortzone anfangen. Ich sage ja nichts gegen einen Abend auf dem Sofa mit Netflix im Hintergrund, aber das macht jeder. Dream Big. Start Small. Act Now! Ich habe diesen Blog – Way Too Easy – gestartet um zu zeigen, wie einfach es doch ist ein Abenteuer zu erleben. Doch um dies zu erreichen müssen teilweise eigene Grenzen überwunden, Maßstäbe herabgesetzt und die beliebte Komfortzone verlassen werden. Sei also offen für neues und spring auch mal ins kalte Wasser!

Okay. Nicht leichter als das!

Hängematte am Strand

Bild: In der Hängematte am Strand / Shot by Josh Veh

Samstag. Für mich klingelt der Wecker schon ziemlich früh. Da Leben ist ja schließlich kein Ponyhof. Neben dem ganzen Reisen muss ich hier und da auch nochmal arbeiten, auch wenn ich es aktuelle nicht die höchste Priorität besitzt. Ich helfe den Tag über beim Fällen von Bäumen. Nach guten 8h auf der Arbeit bin ich gegen Nachmittag wieder zu Hause.

Mithilfe von Google Maps finden wir heraus, wann der nächste Bus kommt. Bereits ein paar Tage zuvor hatten wir bereits potentielle Stellen für die Nacht herausgesucht, welche nicht allzu weit zu Fuß entfernt liegen.

Notiz: Egal wo auf der Welt, in der Navigation im öffentlichen Nahverkehr ist Google Maps unschlagbar. Auch wenn die Daten nicht immer zu hundert Prozent korrekt sind, so hatte ich bis jetzt auf jeden Fall keine großartigen Probleme. Im Blogpost – Reise-Apps: Meine Favoriten für Unterwegs – findest du, wie der Titel schon sagt, meine alltäglichen Apps auf Reisen.

Ich packe meinen Rucksack…

Habe ich gesagt, dass wir die Komfortzone verlassen? Ja. Na dann ist ja gut! Wir werden nur eine Nacht am Strand verbringen, weswegen unser Rucksack nicht allzu voll sein sollte. Natürlich kann man es in dieser Hinsicht auch gerne mal übertrieben, aber in der Regel kannst du vieles zu Hause lassen und alle Dingen sollten sich an beiden Händen abzählen lassen. Bedenke bitte, dass du im Endeffekt auch immer alles schleppen musst! Dementsprechend kommen auch nur die nötigsten Dinge in meinem Rucksack mit:

  • Hängematte (evtl. mit Moskitoschutz)
  • Schlafsack
  • Stirnlampe & Taschenmesser
  • Pullover für die Nacht
  • Technik: Handy, Bluetooth-Box*, Powerbank* und Kamera*
  • Feuerzeug fürs Lagerfeuer
  • Zahnbürste / Deo

Innerhalb von 5 Minuten habe ich alles in meinem 20 Liter Rucksack* verstaut. Mit leichtem Gepäck und sogar noch etwas übrigem Platz für spätere Einkaufen kann es nun also losgehen.

Auf geht es!

Wir machen uns also auf den Weg zur Bushaltestelle und fahren nach Casuarina, etwas nördlich von Darwin City. Nebenbei befindet sind hier unteranderem das größte Einkaufszentrum im Northern Territory, wo wir im Supermarkt nochmal schnell ein paar Snacks fürs Lagerfeuer später einkaufen. Aufgrund unseres relativ späten Aufbruchs gegen Nachmittag hatten wir vor unsere Abreise schon zu Hause gegessen, zudem ist es nicht besonders ratsam bei Nacht zu kochen.

Tipp: Ich habe die Erfahrung gemacht vor Sonnenuntergang fertig mit ziemlich allem zu sein. Bei Dunkelheit macht es nicht besonders Spaß noch etwas zu kochen, etwas zum Abendbrot zu essen oder Feuerholz zu suchen. Ich weiß es lässt sich nicht immer vermeiden, aber versuche im besten Fall immer frühzeitig aufzubrechen!

Zeitlich wird es nun leider etwas eng, denn der Sonnenuntergang ist bereits in einer Stunde. Das wären ja nun nicht wirklich ein großes Problem, wenn wir wenigstens am Strand wären und nicht noch 2.5 Kilometer bis dahin laufen müssten. Dementsprechend stopfen wir unsere Einkäufe in unsere Rucksäcke und machen uns schnellstens auf dem Weg zum Strand.

Noch im Sonnenlicht, etwas eine halbe Stunde bevor die Sonne untergeht, erreichen wir den Strand. Der Strand ist gut besucht, sodass wir uns in Richtung Norden bewegen. Wir finden noch eine Krokodilfalle, die wir zuerst für ein Boot halten, dann geht bereits nach kurzer Zeit die Sonne unter und irgendwann in der Dämmerung finden wir schließlich ein guten Platz für Nacht zwischen paar Bäumen.

Sonnenuntergang am Strand

Bild: Sonnenuntergang am Strand / Shot by Josh Veh

Wir bauen also unser Lager direkt am Strand auf und begeben uns auf die Suche nach Feuerholz. Mit dem Start der Nacht sitzen wir im Sand und halten ein paar Würstchen am Stock ins Lagerfeuer. Mittlerweile ist am Strand keine Menschenseele mehr, nur in der Entfernung ist ein anderes Feuer zu sehen.

Wir lassen das Feuer ausbrennen – Gute Nacht!

Der nächste Morgen!

Die ersten Sonnenstrahlen wecken mich. Im Hintergrund ist das Meer zu sehen. Herrlich, so soll es sein! Ich bin ehrlich zu dir, die Nacht war nicht besonders erholsam, aber darum geht es ja nicht. Es war ein der Abende, die leider viel zu selten passieren. Einfach nur ein Lagerfeuer am Strand und das war’s!

Cheers!


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